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HOCHWASSERKATASTROPHE IN UNGARN
Geschrieben von OEM   
Der ungarische Missionsleiter Imre Fekete berichtet:

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Die erste Flut kam am 15. Mai, als nach wochenlangem Regen die Flüsse über die Ufer traten und die nordöstliche Region von Ungarn überschwemmt wurde. 6 Städte und 35 Dörfer standen unter Wasser. Es regnete fast ununterbrochen. Als es einige Tage trocken blieb, schöpften die Leute Hoffnung, weil das Hochwasser zu sinken begann. Doch dann brach eine noch höhere Flutwelle herein, die ganze Landstriche unter Wasser setzte. Tausende Menschen verloren ihren Besitz und mussten ihr Heim verlassen, Hunderte von Häusern sanken in sich zusammen. Dieselbe Katastrophe ereignete sich auch in Westungarn. Auch dort wurden unzählige Menschen obdachlos, das Hochwasser überflutete die Autobahnen und Bahnlinien. Tausende von Nutztieren kamen in den Fluten um. Zur gleichen Zeit richteten in Südungarn heftige Stürme und Gewitter große Schäden an. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzflächen standen tagelang unter Wasser. Kinder und Lehrer eines Schullandlagers mussten mit Booten von einem überfluteten Campingplatz in Sicherheit gebracht werden. Die Schadensbilanz sieht verheerend aus. Experten schätzen, dass mehr als 70 % der diesjährigen Ernte zerstört sind. Liebe Missionsfreunde und Leser dieses Berichts, wir richten diesen Notruf an Euch und sind dankbar für Eure Unterstützung.

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Zwei Wochen lang arbeiteten wir im Katastrophengebiet und verteilten Hilfsgüter. Zweimal besuchten wir die Stadt Beret, wo die Straßen vom Fluss Vasonca überflutet wurden. Der größte Teil der Einwohner sind Zigeuner, die entgegen der Meinung der Behörden hart arbeiten und ihr Bestes tun, um zu überleben. Wir brachten Kleider, Möbel und Haushaltsgeräte, die wir unter den Hochwasseropfern verteilten. Wir ermutigten sie, nicht nur auf Hilfe von außen zu warten, sondern sich so gut wie möglich gegenseitig zu helfen. Sie waren für unsere Unterstützung sehr dankbar und erklärten, dass wir jederzeit auch ohne Hilfsgüter willkommen sind. Anschließend besuchten wir mit einem Hilfsgütertransport die Stadt Rakacaszend und schickten einen weiteren Transport nach Edelény. Weitere Ziele unserer Hilfseinsätze sind Endrefalva und Bátonyterenye. In erster Linie wird finanzielle Hilfe benötigt, damit wir das Notwendigste wie Nahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Reis, Öl, Margarine, lang haltbare Lebensmittel, Vitamine und Medikamente besorgen können. Decken, Kleider, Hausrat und Möbel verteilen wir aus unserem Hilfsgüterlager. Die Behörden haben damit begonnen, Schadenslisten zu erstellen. Diese Arbeit wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.

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Wir sammeln weiterhin Spenden für die Flutopfer. Inzwischen wurde auch der Nordosten von Rumänien von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Wir möchten dort helfen, wo wir als Osteuropamission tätig sind und einheimische Mitarbeiter zur Verfügung haben, um direkte und effiziente Hilfe zu leisten. Wenn Sie uns dabei finanziell unterstützen möchten, vermerken Sie auf Ihrem Einzahlungsschein „Flutopfer Osteuropa“, vielen Dank.    

 

Hochwasser in Polen

 Auch die Gegend um Wisla in Südpolen, in den Beskiden am Oberlauf der Weichsel, wo Jan Szalbot als Betreuer von Familien im Kinderpatenschaftsprogramm und Helfer der Armen seinen Dienst tut, wurde im Mai von einer Flutkatastrophe heimgesucht. In seinem Hilferuf per E-Mail berichtete Jan von Familien, die alles verloren haben. Eine Familie, die früher durch Kinderpaten unterstützt wurde und die wir persönlich kennen, erlitt schwere Schäden an ihrem Haus. Ebenso erging es der Mutter des früh verstorbenen Piotr, der in seinem kurzen Leben als Christ einen segensreichen Dienst tat, nachdem er sich als Alkoholiker und Raufbold zu Jesus bekehrt hatte. Jans eigenes Haus liegt etwas erhöht und blieb verschont. Dank unserer treuen Missionsfreunde konnten wir finanzielle Soforthilfe schicken, womit er Lebensmittel und Geräte zum Trocknen bzw. das dafür nötige Flaschengas kaufte. Eine der Empfängerinnen, die alte Witwe Vera, die gut Deutsch spricht, ließ es sich nicht nehmen, in unserem Büro anzurufen, um sich persönlich zu bedanken. Den Dank geben wir gerne an alle Missionsfreunde weiter, die die Osteuropamission unterstützen.

 
NACHWUCHS IM HAUS DER HOFFNUNG
Geschrieben von OEM   

Im „Haus der Hoffnung“ in Sambateni in Rumänien gibt es Nachwuchs und einen Neuzugang.

 

ImageMiriam Moldovan kam am 24. Februar in Bad Ischl zur Welt. Mutter und Kind haben den wegen Steißlage bereits geplanten Kaiserschnitt gut überstanden und die kleine Miriam ist ein prächtiges Baby. Ein Wermutstropfen ist die wochenlange Trennung vom Rest der Familie, doch es hat sich als Segen erwiesen, dass Marion zur Geburt nach Österreich kam. Nur Neluta konnte die Zeit mit ihrer neuen Mama verbringen. Ende März reiste Dorin mit den Geschwistern zum Segnungsgottesdienst in ihrer früheren Heimatgemeinde an und dann ging es zurück nach Rumänien, für Miriam in ihr neues Zuhause. Wir gratulieren Dorin & Marion zu ihrer Tochter und wünschen der ganzen Familie weiterhin Gottes reichen Segen.

 

Einen Neuzugang gab es bei den Kindern im „Haus der Hoffnung“. Anfang März wurde der zweijährige Florin aufgenommen. Laut den rumänischen Gesetzen musste er den Platz bei den Pflegeeltern verlassen und es wurde alles Formelle geregelt, damit er ins „Haus der Hoffnung“ aufgenommen werden kann. Doch plötzlich wollte das Kinderschutzamt davon nichts mehr wissen und erst, als der Anwalt eingeschaltet wurde, hat Florin den Platz tatsächlich bekommen. Aus unbekannten Gründen gibt es seit Monaten Probleme mit Mitarbeitern des Kinderschutzamtes, die versuchen, das „Haus der Hoffnung“ zu boykottieren.

 

ImageSeit Anfang Jänner arbeitet Stefan Jäger (23) aus Bad Ischl als Freiwilliger mit. Er bleibt für ein halbes Jahr und ist der erste Kinderonkel. Es gefällt ihm gut und die Buben, die stark in der Mehrheit sind, können an ihm ihre Kräfte messen und ebenso umgekehrt. 

 

Die körperlich behinderte Maria (14) lebt mit ihrer Mutter im Mutter-Kind-Zentrum. Dank der finanziellen Hilfe unserer Missionsfreunde konnte sie im letzten Herbst operiert werden, um ihre Fußstellung zu verbessern. Der Eingriff ist gelungen, doch sind regelmäßige schmerzhafte Übungen nötig, damit der Erfolg sichtbar und spürbar eintritt. Dabei mangelt es Maria an Konsequenz und Geduld und auch ihre Mutter ermutigt sie leider nur wenig. Bitte betet für sie um Durchhaltevermögen.

 

Wir bitten euch um Gebet für die Familie Moldovan, die Kinder im Haus und die Mitarbeiter und besonders für eine gute Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzamt, damit weiterhin Kinder aufgenommen werden und auch Adoptiveltern finden können.

 
SÜDPOLEN – DIENST AN DEN ARMEN
Geschrieben von OEM   

Josef Jäger schreibt über seinen Besuch bei unserem langjährigen Mitarbeiter Jan Szalbot am 24/25. Oktober 2009

Vera und Jan

In Wisla, im gebirgigen Grenzland zur Slowakei und Tschechien im Süden Polens, tut Jan Szalbot seit Jahrzehnten seinen Dienst in der Gemeinde, als Betreuer der Familien im Kinderpatenschaftsprogramm und als Helfer der Armen. Der wirtschaftliche Aufschwung durch den EU-Beitritt ist an dieser Gegend spurlos vorbeigegangen. Zudem bleiben zum Teil die Wintertouristen aus, da reichere Polen nicht mehr auf Schiurlaub in die Beskiden, sondern in westliche Länder fahren. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit ist die Abwanderung relativ stark. Jan ist fast 80 Jahre alt und bringt das Evangelium unter alle Leute, die es hören wollen. Wie er sagt, missioniert er jeden Tag und ist Gott dankbar für seine Gesundheit.

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