BBC London hat über den Dienst von Tibor Varga und seinem Team unter gestrandeten Flüchtlingen in Serbien berichtet. Tibor ist leitender Mitarbeiter der Osteuropamission Serbien, Pastor einer Romagemeinde und Universalhandwerker. Eine starke Stütze in seinem Team sind sein Sohn David und Pastor Tibor Nagy von der ungarischsprachigen Baptistengemeinde in Csantavér.

Etwa 100 Menschen pro Tag versuchen nach wie vor von Serbien und Rumänien aus die ungarische Grenze zu überschreiten. Die ungarische Regierung hat die Militär- und Polizeipräsenz an der Grenze verstärkt. Auf der Theiß wird sogar ein Kanonenboot eingesetzt, um Flüchtlinge abzufangen, die versuchen, mit Schlauchbooten nach Ungarn zu gelangen.

Viele der Migranten sammeln sich in der serbischen Grenzstadt Subotica, wo die Osteuropamission Ungarn ihren Sitz hat. Pastor Tibor Varga unterstützt die Gestrandeten unter anderem, indem er in seinem Garten Öfen aus alten Metallfässern baut. Die dünnen Wände der Fässer werden mit alten Dachziegeln verstärkt. Tibor kratzt die rote Farbe von den Fässern, damit die Menschen, die sich wärmen wollen, keine Vergiftungen erleiden. Die fertigen Öfen verstaut er in seinem Auto und fährt zu den alten Abstellgleisen in der Nähe, wo Männer in verfallenden Häusern aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie ohne Heizung leben. Decken dienen als Türen, Plastikplanen als Fenster. Die Bewohner haben Schlafsäcke aber keine warme Kleidung. Da sind Tibors Öfen willkommen und gelegentliche Lieferungen von Reis, Zucker, Brot und Öl helfen zu überleben. Viele der Männer stammen aus Afghanistan oder Syrien. Ali hatte es über Bulgarien bis nach Frankreich geschafft  und wurde nach zwei Jahren illegalen Aufenthalts nach Bulgarien zurückgeschoben. Jetzt versucht er erneut, nach Mitteleuropa zu gelangen. Viele der Männer haben schon vergeblich versucht, die Grenze zu überschreiten und berichten von Misshandlungen durch die ungarische Polizei. „Die ungarische Polizei und Soldaten verteidigen die Schengen Grenze der EU legal und ohne Gewaltanwendung gegen auf der Balkanroute eintreffende illegale Migranten“ lautete die offizielle schriftliche Antwort der ungarischen Behörden an die BBC auf diese Anschuldigungen. „Leider kümmern sich die Leute oft um die Tiere als um Menschen“, erklärte Tibor Varga. „Das tut mir weh. Diese Menschen brauchend dringend Hilfe. Ich hoffe, wir können diese Situationen mit Liebe und Fürsorge wenigstens lindern.“

Den vollständigen Originalbeitrag der BBC mit aussagekräftigen Fotos finden Sie unter

https://www.bbc.com/news/world-europe-51133848